Der 1974 in Denver, Colorado geborene Sänger besuchte von 1992 bis 1996 die Lamont School of Music an der University of Denver unter der Leitung von Dr. Ronald Worstell. Er nahm am Opernstudio der Santa Fe Opera, dem Joseph and Loretta Law Artist Center an der Opera Colorado und dem Merola Opera Programm in San Francisco teil. Gleichzeitig führte er seine Gesangsausbildung mit Mark Oswald in New York fort.
Bevor ihn seine Karriere nach Europa führte, war er in über fünfzig Rollen in den Vereinigten Staaten zu sehen, darunter Rollen wie Mozarts Figaro und Don Giovanni, Don Basilio in Il Barbiere di Siviglia, Banco in Macbeth und Enrico VIII in Anna Bolena.
Nach seinem Europa-Debüt engagierte ihn die Staatsoper Unter den Linden für die Uraufführung der Hans Zender-Oper Chief Joseph. Es folgten Festengagements am Staatstheater Kassel (2005 bis 2009), am Oldenburgischen Staatstheater (2009 bis 2011) und am Staatstheater am Gärtnerplatz (2010 bis 2012). In dieser Zeit sang er unter anderem Wotan in Die Walküre, Kaspar in Der Freischütz, Kecal in Die verkaufte Braut, Méphistophélès in Faust, die Titelpartien in Händels Hercules, in der 2012 für den FAUST-Preis nominierten Inszenierung Saul, Leporello in Don Giovanni, Figaro in Le nozze di Figaro, Sarastro in Die Zauberflöte, Mustafà in L’italiana in Algeri und Dulcamara in L’elisir d’amore.
Höhepunkte der folgenden Spielzeiten beinhalteten Rollen wie Heinrich der Vogler in Lohengrin an der Oper Graz, Daland in Der fliegende Holländer mit den Stuttgarter Philharmonikern, Sarastro in Die Zauberflöte am Theater Bremen, Don Alfonso in Così fan tutte und Jochanaan in Salome am Oldenburgischen Staatstheater, Peter in Hänsel und Gretel und Figaro in Le nozze di Figaro beim jOPERA Festival Jennersdorf, Achilla in Giulio Cesare an der Florentine Opera und den Förster in Das Schlaue Füchslein an den Wuppertaler Bühnen. Eine ganz besondere Freude war es ihm, bei der Uraufführung der Friedrich Cerha-Oper Onkel Präsident am Staatstheater am Gärtnerplatz als Doktor Gefällig/Dr. Pillerl mitzuwirken.
Auf der Konzertbühne bestach er 2011 mit seinem Debüt bei den Händel Festspielen in Halle als Basssolist in An Occasional Oratorio mit The English Concert, dirigiert von Howard Arman. Überdies trat er mit dem Gewandhausorchester Leipzig mit Zimmermanns Pax Questuosa, den Stuttgarter Philharmonikern mit Beethovens 9. Sinfonie, dem Philharmonischen Orchester Cottbus und dem Oldenburgischen Staatsorchester mit Mahlers 8. Sinfonie und der Filharmonie Brno mit Dvořáks Te Deum auf. Sein Konzertrepertoire umfasst außerdem Händels Messiah, das Requiem von Verdi, Mozarts Requiem, Mendelssohns Elias und Orffs Carmina Burana.
2015 war er wieder beim jOPERA Festival unter der Regie der KS Brigitte Fassbaender als Kaspar in Der Freischütz zu hören. Derrick Ballard tourte außerdem mit seinem Weihnachtsprogramm A Christmas Concert in Österreich, Ungarn und den USA.
Seit der Spielzeit 2014/15 ist er Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz, wo er bereits zahlreiche Rollen verkörperte, darunter Hans Sachs in Die Meistersinger von Nürnberg, Scarpia in Tosca, Fiesco in Simon Boccanegra, Filippo II. in Don Carlo, Figaro in Le nozze di Figaro, Wotan/Wanderer im Ring an einem Abend, die Bass-Partie in Richard Ayers’ No. 50 (The Garden), Kaspar im Freischütz, Dikój in Katja Kabanova, Zaccaria in Nabucco, Jochanaan in Salome, Baron Ochs im Rosenkavalier, Suttung in Gunlöd, Flambeau in L’Aiglon, Förster in Das schlaue Füchslein sowie die Titelpartien in Hindemiths Mathis der Maler, Wagners Der fliegende Holländer, Händels Saul, Mussorgskys Boris Godunow, Telemanns Pimpinone und dem Musical Sweeney Todd.
In der aktuellen Spielzeit ist er in Mainz erneut als Förster in Das schlaue Füchslein zu erleben. Darüber hinaus steht er als Tod in Der Kaiser von Atlantis, Sarastro in Die Zauberflöte sowie als Falstaff in Verdis gleichnamiger Oper auf der Bühne.
Repertoire
| Herzog Blaubarts Burg (Blaubart) | Bartók | Jenaer Philharmonie | 2025 |
| Old American Songs | Copland | Neue Philharmonie Westfalen | 2025 |
| Messe in C-Dur | Beethoven | Hoher Dom zu Mainz | 2025 |
| Missa Solemnis | Beethoven | Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz | 2025 |
| Elias (Elias) | Mendelssohn | International Choir Frankfurt | 2024 |
| 9. Sinfonie | Beethoven | Bergische Symphoniker | 2024 |
| 9. Sinfonie | Beethoven | Orchestre Dijon Bourgogne | 2024 |
| A Sea Symphony | Vaughan Williams | Philharmonisches Orchester Ulm | 2023 |
| 9. Sinfonie | Beethoven | Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz | 2022 |
| Die Schöpfung (Raphael/Adam) | Haydn | International Choir Frankfurt | 2022 |
| No. 50 (The Garden) | Ayres | Staatstheater Mainz | 2020 |
| 9. Sinfonie | Beethoven | Sinfonietta Mainz | |
| Stabat Mater | Rossini | Hoher Dom zu Mainz | |
| Messe in f-Moll | Bruckner | Hoher Dom zu Mainz | |
| Dies illa | Penderecki | Philharmonisches Staatsorchester Mainz | |
| Requiem | Verdi | Orchestre et Choeur Philharmonique du Maroc | |
| 9. Sinfonie | Beethoven | Stuttgarter Philharmoniker | |
| Requiem | Mozart | Kammerchor Rheinland-Pfalz | |
| Pax Questuosa | Zimmermann | Oper Leipzig | |
| 9. Sinfonie | Beethoven | Patentorchester München | |
| 8. Sinfonie Es-Dur | Mahler | Oldenburgisches Staatsorchester | |
| 8. Sinfonie Es-Dur | Mahler | Philharmonisches Orchester Cottbus | |
| Der fliegende Holländer (Daland) | Wagner | Stuttgarter Philharmoniker |

