Künstlerdetails

Sopran

Ludmila Slepneva

Ludmila Slepneva

Biographie / biography

Liudmila Slepneva, geboren in der Nähe von Moskau, träumte als Kind von einer Karriere als Ballett-Tänzerin. Bald zeigte sich aber auch die außergewöhnliche Qualität ihrer Gesangsstimme, so daß sie diese an der Ippolitov-Ivanov Musikhochschule in Moskau ausbildete. An der dortigen Gnessin Musikakademie absolvierte sie auch eine Zusatzausbildung als Gesangspädagogin, die sie befähigte, von 1994 bis 2000 an der Ippolitov Musikhochschule selbst als Gesangslehrerin zu arbeiten.

1990 wurde sie mit der Silbermedaille beim Francisco-Vignas-Wettbewerb ausgezeichnet und gewann den zweiten Preis beim Wettbewerb in Bilbao. 1991 debutierte sie dort an der Arriaga Oper als Violetta in "La Traviata".

Seit 1993 war Liudmila Slepneva als erste Sopranistin am Moskauer Stanislavsky Musiktheater engagiert.

1994 debutierte sie an der Kammeroper Wien mit Massenets "Chérubin" und sang bald danach die Tatjana in der Rekonstruktion der originalen Stanislavsky-Produktion von "Eugeniy Onegin". Im selben Jahr war sie beim "Mozart in Schönbrunn-Festival" in Wien die Donna Elvira und sang diese Partie in den Folgejahren immer wieder.

In einer Inszenierung der Kammeroper Wien von Brigitte Fassbaender sang sie 1996 die Titelpartie in Carlisle Floyds "Susanna".

Mit Tschaikowskys "Die Jungfrau von Orléans" debutierte Liudmila Slepneva 1997 an der Opéra du Rhin in Strasbourg und feierte mit dem Orchestre National de Lille 1998 einen großen Erfolg als Donna Anna in "Der steinerne Gast" von Dargomyjsky.

Im Jahre 2000 sang sie in Innsbruck die Amelia in "Un ballo in maschera". Im gleichen Jahr war sie Donna Elvira in "Don Giovanni" und Mme. Lidoine in Poulencs "Les dialogues des Carmélites" am Teatro Lirico in Cagliari.

Seit 2001 gehört Liudmila Slepneva zum festen Ensemble des Nationaltheaters Mannheim, wo sie ihr Fach mit großem Erfolg singt: die großen Verdi- und Puccini-Partien ebenso wie Mozartopern wie z.B. Elektra in "Idomeneo" oder Vitellia in "La clemenza di Tito", daneben aber auch Micaela, Rosalinde, Gerhilde, Norma und Nedda.

Turandot (Regie: John Dew) erarbeitete sie sich 2002 wieder in Innsbruck, bejubelt von Publikum und Kritik gleichermaßen. Unter der Intendanz von Professor Brigitte Fassbaender singt sie dort regelmäßig als Gast und studiert ihre neuen Partien mit ihr ein.

Auch die Deutschen Opern in Berlin (2004 Amelia) und Düsseldorf (2005 Elisabeth in "Don Carlos", Fiordiligi in „Cosi fan tutte“) wurden auf sie aufmerksam.

Nachdem sie an der Wiener Staatsoper in Peter Konwitschnys "Don Carlos"-Übernahme gecovert hatte, holte er die außergewöhnliche Sängerdarstellerin 2005 zu seinem "Don Carlos" an die Hamburgische Staatsoper, wo sie bereits Cio-cio-san in "Madama Butterfly" gesungen hatte.

An ihrem Mannheimer Stammhaus erarbeitete sie sich 2005 mit Johannes Schaaf die“Figaro“-Gräfin und gab ihr Debut als Salome im Januar 2006 wieder mit Brigitte Fassbaender in Innsbruck. Diese Partie sang sie danach auch mit großem Erfolg in Mannheim.

Als Liedsängerin erarbeitete sie mit der Pianistin Rena Shereshevskaya ein großes Repertoire europäischen und russischen Liedgutes; sie konzertieren in Frankreich, Österreich, Deutschland und Rußland.

Im April 2011 gab sie ihr Rollendebüt als Elsa in "Lohengrin" in der Regie von Tilman Knabe. Aus dieser ersten Begegnung entwickelte sich bis heute ein außergewöhnliche künstlerische Zusammenarbeit mit diesem Regisseur: 2012 erarbeitete sie mit ihm mit großem Erfolg Minnie in "La fanciulla del West", 2014 debütierte sie mit der Titelpartie ind "La Wally" und im Februar 2016 als Polina in "Der Spieler" von Prokofijew.

Auch an der gefeierten und vielbeachteten Uraufführung von Weinbergs Oper "Der Idiot" 2013 am Nationaltheater Mannheim wirkte sie als Nastassija mit.

Ihre nächste große Partie, wieder unter der Regie von Peter Konwitschny, war im Januar 2016 die Rachel in "La Juive" von Halevy am Nationaltheater Mannheim. Diese Partie sang sie auch in 2017-2018 in Bratislava (dieselbe Produktion von Peter Konwitschny).

Stand 02/2022

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